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Braunschweig, 22.3.2017

Minderjährige Flüchtlinge –
Stolpersteine-Biografien im Roten Saal

Kinder und Jugendliche mussten sie ohne ihre Eltern das Land verlassen, nicht wissend, ob sie einander je wiedersehen würden, gerettet durch organisierte Kindertransporte nach England und in die USA, angewiesen auf freundliche Familien, die sie aufnahmen und ihnen das Ankommen im fremden Land ermöglichten.  

Erschütternde Einzelschicksale wurden am 22. März im Roten Saal vorgestellt – Schüler*innen der Realschule Maschstrasse und der IGS Volkmarode präsentierten die Ergebnisse ihrer Recherchen zu den Schicksalen der jüdischen Familien Herzberg und Rosenstock sowie Gutkind und Scheyer im Rahmen des Projektes „Stolpersteine für Braunschweig“.  

Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, einige spät Kommende mussten stehen, taten dies aber gebannt und bewegt von den Schilderungen der Diskriminierung, Verfolgung, Vertreibung und Ermordung jüdischer Braunschweiger.
  
Die Schüler*innen, einige selber mit ihren Eltern nach Deutschland eingewandert, zeigten Fotos und Dokumente, auf die sie im Rahmen ihrer Recherche gestoßen waren, berichteten von Mail-Kontakten mit den in Brasilien lebenden Enkeln der Familie Herzberg, deren Großmutter als 15 Jährige ohne ihre Eltern nach über die USA nach Brasilien geflohen war.  

Auch wenn es nicht ausgesprochen wurde, der Begriff „minderjährige Flüchtlinge“ rief wohl bei den meisten die Assoziation zu heutigen Minderjährigen hervor, die in Deutschland Schutz suchen.  
Es hat sich wieder gezeigt, wie sehr die Recherchearbeit zu den Schicksalen von den Nazis verfolgter Menschen die Schüler*innen berührt und zum Nachdenken bringt. So erklärten einige Schüler*innen zum Abschluss ihrer Präsentation, dass sie wachsamer geworden seien, auch gegenüber heutiger  Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung.  

Lang anhaltender Applaus belohnte die intensive Recherchearbeit und den Mut der Schüler*innen, vor mehr als 100 Menschen aufzutreten und zu berichten.

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